Charlie ging wie jeden Tag alleine von der Schule nachhause. Es war Sommer, die Vögel sangen, die Hitze brannte auf Charlie und die Straße. Der Schulranzen wog schwer auf den Schultern des kleinen Mädchens, das brav auf der linken Straßenseite ging, wie man ihr beigebracht hatte. Sie war vielleicht sieben, acht Jahre alt, kurze, braune Haare, Sommerkleid, feste Schuhe, sie ging täglich diesen Weg. Täglich drei Kilometer alleine auf der leeren Landstrasse, um die Mittagszeit, wenn die meisten schon zu Tisch waren.
Charlie fand es anstrengend und langweilig, alleine nachhause gehen zu müssen, sie war gerne mit Menschen, schloß leicht Freundschaften und lud alle zu sich nachhause ein. Ein offenes nettes Kind, unbefangen, vorlaut, vertrauensselig und intelligent. Gottseidank.
Ein Auto hielt neben Charlie. Der Mann stieg aus, überquerte die Straße und verschwand hinter den Büschen am Abhang, um zu pinkeln. Für Charlie war das nichts Besonderes, ihre Brüder, ihr Vater, alle Männer pinkelten hinter Bäumen oder Büschen. Als der Mann nach ihr rief, blieb sie stehen. Er wollte, dass sie zu ihm komme, er müsse ihr was zeigen. Neugierig trat Charlie hinter den Busch. Der Mann hatte seine Hose geöffnet und hielt sein dickes, rotes Glied in die Hand. Charlie solle näher kommen. Doch das kleine Mädchen blieb stehen und betrachtete fasziniert, was er in seiner Hand hielt. Wo sie denn wohne, wollte der Mann wissen. Da vorne, erwiderte Charlie und zeigte auf die Häuser, die vielleicht fünf Minuten entfernt lagen.
Sein Glied noch immer fest umschlossen, wiederholte der Mann seine Aufforderung, sie solle näher kommen. Charlie trat auf ihn zu, interessiert betrachtete sie das rote, dicke Ding, das er in der Hand hielt. Sie solle es anfassen, drängte der Mann. Aber Charlie betrachtete nur weiterhin sein erigiertes Glied. Wie sie es fände, wollte der Mann nun wissen, und ob es ihr gefiele. Charlie sah hoch zu ihm. Sieht aus wie eine Salami, erwiderte sie und lächelte ihn an. Aber jetzt müsse sie gehen, wieder zurück auf die Straße, sonst würde ihr Papa sie nicht sehen, der käme gleich mit dem Auto, weil er sie doch jeden Tag von der Schule abhole. Mit diesen Worten ließ sie den Mann stehen, stieg den Abhang hoch und setzte mit festen Schritten ihren Weg fort, den Blick fest auf die Häuser gerichtet, die in Sichtweite lagen. Ohne sich umzudrehen, sah sie den Mann hinter sich die Strasse überqueren und die Autotür aufschließen, sie hörte den Motor starten und den Wagen losfahren, dann überholte er sie und fuhr davon.
Natürlich kam Charlies Papa nicht an diesem Tag. Aber nachdem ihre Salami-Geschichte in der Familie die Runde gemacht und für viele Lacher gesorgt hatte, wurde Charlie täglich von der Schule abgeholt.
Und Salami isst sie heute noch gerne.
Aus der Reihe "Kleine Mädchen"
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