Mittwoch, 30. September 2009

Muraka-Me

weil herbst wird und man zu nudeln bier trinkt.

Notting Hill

Der folgende Text ist von FRAU HÜ und nicht von mir. Doch ich empfehle, vor dem Lesen das folgende Video anzusehen, damit man sich wieder in Erinnerung ruft, in welche Aggressionszustände einen "Notting Hill" damals wirklich versetzt hat. So kann man den Hass, der zum Teil aus den Zeilen des großartigen Artikels spricht, noch stärker nachvollziehen, teilen und niemals wieder vergessen... (rehschn)


NOTTING HILL

... oder: Filme, die wir hassen (@Christoph)

Abschlussfahrt des Englisch-LKs. Zwölfte Klasse, erster Trip nach London, meine Haare noch buchstäblich arschlang. Fünf Tage. Erinnerungen brauchstückhaft. Jungs, die sich schon vor Ablegen der Fähre mit Billigbier so die Kante gaben, dass sie sich beim ersten Wellengang von oben bis unten voll kotzten, Gesamtgruppe-Gewaltmärsche an der Touri-Route entlang, Kiffen auf dem kleinen Balkon, von dem dann unter mysteriösen Umständen ein Schuh verschwand, so dass dessen Besitzer sich für die verbleibenden Tage einen leihen musste, und nicht zu vergessen Lehrerin F., ihres Zeichens goldblondsiegfriedgleich-frisiert, die am nächsten Morgen durch den Bus wütete und uns alle immer wieder weckte, um uns das Schlafen ein für alle mal zu verbieten, nur um uns am Zielort (irgendeinem unbekannten Schlösschen weit jenseits der Stadtgrenzen) mitteilen zu müssen, dass ausgerechnet an diesem Tag geschlossen war.

Ich wollte am liebsten alleine rumlaufen und Straßen gucken; hab das erste Mal Streetart gesehen, aber allein, d.h. ohne Autoritätsperson unterwegs sein, war nur in Kleingruppen „zu mindestens Mehreren“ erlaubt, und irgendwie habe ich einmal nicht aufgepasst und die falsche Gruppe erwischt und so einen gefühlten Tag lang damit verbracht, die dämliche blaue Tür aus Notting Hill im gleichnamigen Stadtteil zu suchen.

Mich haben diese Filme immer angekotzt. Diese ohne sichtbare Arbeit erfolgreichen Frauen, die im Grunde aber einen achsoweichenundverletzlichen Kern haben, dass sie ihren meistens unerfolgreichen (aber selbstverständlich wahnsinnig gut aussehenden) Mackern nicht nur den nötigen Sexappeal, sondern auch das Quentchen Kindchenschema (Och du armes dummes Ding, du weißt nicht, was Liebe ist? Dann zeigt der liebe Onkel Hugh es dir) offerieren. Männer brauchen das nämlich, um sich nicht etwa minderwertig, sondern im Gegenteil beschützerinstinktmäßig gefordert zu fühlen. So solche Filme.

Ich habe mich immer schon gefragt, wieso es nicht genauso viele Filme gibt, an denen sich Mädchen mal realistisch orientieren können; wieso werden keine Wissenschaftlerinnen gezeigt oder Hausfrauen oder weibliche Clowns (an dieser Stelle gilt meine zutiefst empfundene Ehrerbietung Robert Altman )? Wieso keine normalen Probleme? Natürlich, die Antwort liegt auf der Hand: Weil es Filme für DIE FRAUEN sind; weil DIE FRAUEN sich mit den dargestellten Frauen identifizieren sollen (was sie natürlich nur machen, wenn diese erfolgreich und positiv dargestellt sind, jedoch nicht ZU weit entfernt vom Alltag DER FRAUEN). Weil DIE FRAUEN Ablenkung vom Alltag brauchen und träumen wollen.

Vielleicht ist das wie mit Horoskopen. Immer so formuliert, dass sie auf jeden Fall stimmen müssen. BÜNDELN SIE DIESE WOCHE IHRE FÄHIGKEITEN, LASSEN SIE IHREN CHARME SPIELEN UND FREUEN SIE SICH AUF EINEN HERZBLATTJACKPOTT AM MITTWOCH. Nä, wat schön. Kann man da denn etwa nicht dran glauben? Das würde ja schon fast heißen, nicht an die eigenen Fähigkeiten zu glauben!

Wenn eine im Film dargestellte Erfolgsfrau, dargestellt von Julia Roberts, die einen ja schon in Pretty Woman umgehauen hat, genau die gleichen kleinen Problemchen hat wie man selbst- WOW. Dann ist das ein toller Film. Besonders, wenn sie dann am Ende den Typen mit den blausten Augen Great Britains doch kriegt. Wieso sollten denn dann echte Probleme dargestellt werden? Identitätsfindung? Existenzängste? Viel zu unentspannend.

Am Abend des Tages der Suche nach der blauen Tür (die insofoern unerfolgreich blieb, dass wir zwar Dutzende blaue Türn, aber nicht DIE blaue Tür gefunden hatten) stand noch ein Theaterbesuch auf dem Plan. Shakespeare’s Reduced Company im Criterion Theater. Wir nahmen die reservierten Plätze in der ersten Reihe ein und schauten Shakespeares Gesamtwerk in 90 Minuten an... bis irgendwann mittendrin Menschen aus dem Publikum auf die Bühne geholt wurden um mitzuspielen- unter anderem auch ich. Einer der Schauspieler (er trug lustige Schnabelschuhe und einen Robin Hood-Umhang) erklärte mir meine Rolle und fragte mich mehrmals, ob ich das auch könne. Ich hatte so was noch nie gemacht und war mir auch nicht so sicher. Trotzdem wurde ich auf meinen Platz gestellt, von einer hellen Lampe angeleuchtet und angewiesen, aufs Zeichen zu warten. Meine einzige Anweisung war, zu schreien, so laut und so lang wie ich konnte.

Bevor das Zeichen kam, dachte ich an die blauen Türen, an jede einzelne, und an die Mädels, mit denen ich unterwegs gewesen war und daran, dass ich manchmal gar nicht so genau wusste, wieso das alles nicht so zusammenpasste, die anderen und ich, ich und die anderen, und in dem Moment, in dem ich meinen Mund öffnete und der Ton von ganz alleine heraus kam, war mir plötzlich klar, dass es bald vorbei sein würde, dass es einfach unterschiedliche Leute gibt und dass sie nicht komisch sind, wie sie sind und ich nichts dafür kann so zu sein wie ich bin, und dass es gar nicht schlimm ist, weil es soviel mehr gibt auf der Welt, so viele Möglichkeiten zu leben, so unzählbar viele Nischen und meinetwegen auch blaue Türen, von denen jede in eine andere neue Welt führt, so viele, dass man nie im Leben alles erleben kann- aber das, was man wirklich will hoffentlich findet. In diesem Moment war mir klar, dass sich unser aller Wege trennen würden; dass ich die meisten der Mädels jahrelang nicht wieder sehen (und dann erst auf den dritten Blick wieder erkennen würde, eingerahmt von Mann, Kind und Eigenheim), dass ich andere Filme schauen würde als sie und dass ich Leute finden würde, die die gleichen Filme gucken und ähnliche Dinge denken wie ich, und das das alles ganz normal und der Lauf der Dinge ist. Und dass man sehr dankbar dafür sein kann, die Freiheit zu haben, sich das Umfeld auszusuchen, in dem man wachsen kann und Menschen zu finden, mit denen man ein Stück von sich teilen kann.

Ich glaube, ich war laut.





Dienstag, 29. September 2009

e-mail für Dich


Eigentlich ist es doch völlig verrückt, dass Amazon als der wohl größte Buchladen-Verdränger der Welt den Film "e-mail für Dich", in dem ein böser Buchladen-Verdränger einen Buchladen verdrängt, im Angebot hat.

Oder hat die Amazon-Version ein alternatives Ende: Meg Ryan und Tom Hanks kommen zusammen und eröffnen einen erfolgreichen Buchversand im Internet. Das wäre konsequent.

e-Mail für Dich

für mehr analogie.

Tote schlafen fest


Mit 25 minütiger Verspätung hier noch eine Nachreichung zum gestrigen Film. "Besser zu spät als gar nicht", gilt hoffentlich auch in diesem Blog.
Als Motiv gibt es einen letzten Nachtrag zum Deutschen Fernsehenpreis. Das Bild beweist, wie schmal oft der Grad zwischen Rotem-Teppich-Glamour und Ossendorfer "Big Sleep" (englischer Originaltitel von "Tote schlafen fest") ist.
Und wo wir gerade von "schmaler Grad sprechen": Vielleicht wäre es schlauer gewesen, mit dem Uploaden des Bildes zu warten, bis der Film "Der schmale Grad" dran ist. Aber so ist das Bild wenigstens noch ansatzweise aktuell. Und es lädt - egal wann es in den Blog gestellt wird - wieder zu einem Mitratespiel ein: Die Rücken welcher prominineter Leute sind hier zu sehen?

Montag, 28. September 2009

Berlin Callin'

Tribute to the next Außenminister



Noch ein zweites Bild; immer wieder gern gesehen.
Auch mal wieder Kreuzberg.




Sonntag, 27. September 2009

Berlin Calling



Hannes Stöhr, Regisseur von Berlin Calling, ist Absolvent der dffb, Christian Petzold ist Absolvent der dffb , ich bin Absolvent der dffb und Hartmut Bitomsky war Direktor der dffb. Gestern wurde er mit einer netten Feier im Arsenalkino verabschiedet. Reden wurden geschwungen, zwei Stunden lang, drei Männer und eine Frau von der Senatskanzlei; die beste Rede hielt Ch.P., weil er eigentlich keine halten wollte, die eitelste kam von D. Leder, der muss immer zeigen, was er alles weiss, er hat 'ne fast einstündige Vorlesung zu HBs Filmen gehalten, mit unzähligen Einstellungs-beschreibungen, so dass man die Filme nun nicht mehr gucken muss. Der Wunschfilm HBs war, siehe da, ein amerikanischer Spielfilm von 1976 - "Jackson County Jail", auf deutsch "Vergewaltigt hinter Gittern". Was es mit HB und diesem Film und mir auf sich hat, erzähl ich demnächst, denn jetzt muss ich los zur Wahlparty.

Berlin Calling


Dass das Strohhalm-Funkgerät als Weiterentwicklung des Dosentelefons prächtig funktioniert, wurde gestern auf der Fernsehpreis-Gala überzeugend demonstriert. Schade nur, dass ein Foto nicht den bezaubernden französischen Akzent der Dame rechts imBild festhalten kann.


Samstag, 26. September 2009

My Fair Lady

Oranienstraße, Kreuzberg.
Es grünt so grün = Himmelbau (hoch sieben)

My Fair Lady


Wochenmarkt am Karl-August-Platz in Charlottenburg: Reichlich Öko, Gemüse aus Polen, frischer Flammkuchen von einem Sternekoch selbst zubereitet und serviert, sündige Leckereien aus dem Mittelalter Frankreichs, hausgemachte Marmeladen von Greta, frische Blumen, erschwingliche Preise, entspannte Menschen. Hier trifft man immer jemanden zum Plaudern. Und anschließend ins Cafe Lisboa und bei einem Galao den Tagesspiegel lesen. Das Schönste am Samstag.

Freitag, 25. September 2009

In the Mood for Love

Es ist Zeit, einer der kreativsten Frauen Respekt zu Zollen, die mit Moleskine und Stabilo-Stift tapfer gegen den Informations-Wirr-Warr auf Twitter kämpft.

Da verzeiht man gerne, dass sie einen doofen Nickname ("Frauenfuss") und eine fiese Website (http://www.ich-male-meine-follower.de/) hat.

Dieses Bild von ihr passt am Besten zum heutigen Filmtitel, würde ich sagen:

In the Mood for Love


...und dazu die Filmmusik mal wieder anhören.

In the Mood for Love

Über einen kleinen musikalischen Umweg kommen wir aus aktuellem Anlass zu Hüs Highlight der Preview Berlin 2009, Berlin Tempelhof, 25.09.09.

Cast the pearls aside, of a simple life of need
Come into my life forever
The crumbled cities stand as known
Of the sights you have been shown
Of the hurt you call your own
The empty bodies stand at rest
Casualties of their own flesh
Afflicted by their dispossession
But no bodies ever knew
Nobodys
No bodies felt like you
Nobodys

Now we drive the night, to the ironies of peace
You can't help deny forever
The tragedies reside in you
The secret sights hide in you
The lonely nights divide you in two
All my blisters now revealed
In the darkness of my dreams
In the spaces in between us
But no bodies ever knew
Nobodys
No bodies felt like you
Nobodys

Und Terrorwarnungen gibts auch wieder für da draußen. Wie passend also der lebensgroße Bausatz Suicide Bomber von Robert Kunec.


Donnerstag, 24. September 2009

Barfuß

Schon kurz nachdem ich nach Neukölln zog, wurde ich auf ein hier scheinbar weit verbreitetes Phänomen aufmerksam: Einzelne Schuhe (gleich welcher Größe, Ausrichtung oder vermuteter Geschlechtszugehörigkeit) liegen auf der Straße herum.

Ist der Boden schuhmagnetisch (und zwar immer nur halb?) Handelt es sich um eine bislang unbekannte psychische Störung? Eine Zwangshandlung? Beziehungswahn? Brauchen wir demnächst die Diagnose des Aschenputtelimus (Cindarellism)?

Ist unter Umständen sogar ganz Berlin betroffen? Kiezspezifisch äußert sich das Symptom unter Umständen leicht variiert. In Mitte beispielsweise werden die Dinge gerne höher gehängt, siehe oben, während in Kreuzberg 36 das Chaos König ist.


Barfuß

Wäre der Film des Tages "Der Pferdeflüsterer", wäre dieses Bild zu naheliegend. Zum heutigen Filmtitel passt es nur über Bande. Ich nenne es "Barhuf".

Barfuß

Mittwoch, 23. September 2009

Audiophiles Eldorad(i)o

RjDj is a music application for the Iphone. It uses sensory input to generate and control music you are listening to.

http://www.youtube.com/watch?v=WPrIPcyemdM&feature=iv&annotation_id=event_381174

Es war einmal in Amerika.

Berlin Mitte. 23.09.09. Hü




Es war einmal in Amerika.

Berlin Charlottenburg, 23.09.09. Divi.

Vor wenigen Tagen, als ich morgens in der Küche meinen Kaffee zubereitete, erklang die Filmmusik zu "Es war einmal in Amerika" aus dem Radio. Sofort stiegen Tränen auf, die ich gerade noch umwandeln konnte in leise Wehmut, die nun die Erinnerung an meinen alten Freund Rudi untermalte, wie er am Herd unserer WG-Küche in der Bleibtreustrasse 45 in Charlottenburg stand und Schweinsfüße kochte. Rudi in Jeans und Unterhemd, das Weiß seines Oberkörpers im Kontrast zu den gebräunten Armen - man kennt dieses Farbmuster von Bauarbeitern im Sommer, so man für diese Sorte Mann heute noch ein Auge hat - das Bäuchlein gewölbt unter der blauweiß-gestreiften Schürze. Seltsam, dass ich Rudi zuerst immer nur im Profil erinnere. Das kommt wohl vom häufigen Betrachten des Freundes beim Kochen, was aufgrund der Position des Herdes im Raum logischerweise nur von der Seite geschehen kann. Daher ist mir auch der Umriss von Rudis markanter Nase so vertraut, dass ich sie aus dem Gedächtnis zeichnen könnte - ein echter Zinken, wie man bei uns in Bayern sagt.

Der Rudi ist Allgäuer, aus Kempten, und die Schweinsfüsse sind mir deshalb in Erinnerung geblieben, weil es das billigste Gericht war, das Rudi für uns je gekocht hat. Protestierend verkündete er damals, dass er unter 2 Mark 50 kein weiteres Essen mehr für 5 Personen kochen würde. Es war wieder mal nicht genug Geld in der Haushaltskasse gewesen, irgendeiner von uns hatte seinen Anteil "vergessen", reinzulegen... Rudis Drohung löste keine Panik bei uns aus, wir wussten, dass er seiner Kochpassion mindestens ebenso verfallen war wie wir den wohlschmeckenden Resultaten derselben. Außerdem waren die Menschen damals in den 70ern eh viel gelassener als heute, weil der Graskonsum auf einem konstanten Pegel gehalten wurde, indem sowohl vor als auch nach dem Essen eine oder mehrere Tüten um den Tisch gingen.

Ob ich als damals 23jährige und damit Jüngste in der WG je auch nur einen Pfennig für das Gras bezahlt halbe, erinnere ich nicht, wohl aber, dass ich regelmäßig Champagner beisteuerte und der kostete damals immerhin auch schon 30 Mark. Wie das alles ging, frage ich mich heute manchmal. Lag wohl daran, dass Geld einfach keine Kategorie für uns war. Die, die es hatten, gaben, die anderen nahmen, auf diese Weise wurde geteilt. Was natürlich auch zu leeren Haushaltskassen führen konnte und zu den o.g. Schweinsfüßen...

Ich muss die alten Freunde jetzt mal zu mir einladen, damit Rudi für uns die Schweinsfüsse wieder kocht, während wir den Schampus schlürfen und die Tüte herum geht und dazu spiel ich dann die Titelmusik von „Es war einmal in Amerika“ ein, die ich mir vorher von Youtube runterladen habe.

Was fährst'n du für'n Film!?

Alles neu macht der kalendarische Herbst.
So gibt es auch eine neue Reihe im Neukölle-Alaaf-Blog.

Das Prinzip ist einfach:
Jeder Tag wird filmreif. Und weil es schon so viele Filmtitel gibt, nehmen wir einfach welche, die sich schon jemand ausgedacht hat. Weil jeder in einer anderen Gegend lebt, sieht der Film, obwohl er gleich heißt, für jeden anders aus. Mal davon abgesehen, dass jeder Mensch auch ein eigenes Paar Augen, verbunden mit einem eigenen Gehirn und eigener Kreativität hat.
Bilder, Beobachtungen, Gedanken, Sounds- erlaubt ist alles. Auch Schrott und Bilder nebenbei und Sätze, die zu kurz oder zu lang sind, um ein Ende zu haben- Solang es irgendwie mit dem Filmtitel des Tages zu tun hat und in der eigenen Umgebung entstanden ist. Im Titel sollte der Filmtitel und der aufgenommene Ort nach Möglichkeit auftauchen.

Mitmachen kann im Grunde jeder, der will. Entweder per Mail Sachen schicken oder nach langem schmerzhaften Aufnahmeritual einen eigenen Gastzugang zum Blog bekommen.


Der vorläufige Zeitplan:

23.9. Es war einmal in Amerika
24.9. Barfuß
25.9. In the Mood for Love
26.9. My Fair Lady
27.9. Berlin Callin'
28.9. Tote schlafen fest
29.9. e-Mail für Dich
30.9. Notting Hill
01.10. 21 Gramm
02.10. Antichrist
03.10. Love Exposure
04.10. Ghostbusters
05.10. Im Lauf der Zeit
06.10. Der Baader-Meinhof-Komplex
07.10. Salami Aleikum
08.10. I am Legend
09.10. Männerpension
10.10. Stadtgespräch
11.10. Männer
12.10. Nackt
13.10. My Big Fat Greek Wedding
14.10. Der Stadtneurotiker
15.10. Ingolrious Basterds
16.10. Taxi Driver
17.10. Old Boy
18.10. I'm a cyborg and that's ok
19.10. Love Streams
20.10. Blade Runner
21.10. Night Watch
22.10. Idioten
23.10. Das Fest
24.10. Dancer in the Dark
25.10. Der Himmel über Berlin
26.10. Der dritte Mann
27.10. Das Imperium schlägt zurück (Rehschns Lieblingsfilm an seinem Geburtstag!)
28.10. Der letzte Tango
29.10. True Blood
30.10. Snatch- Schweine und Diamanten
31.10. La Strada
01.11. Citizen Kane
02.11. Lost Highway (Hüs vermeintlicher Lieblingsfilm an ihrem Geburtstag!)
tbc.

Donnerstag, 3. September 2009

Eis geht immer. Der Beweis, dass man auch ohne Hausfrauenchip glücklich werden kann.

Da der Sommer nun, Anfang September, meterologischerweise mitnichten beendet ist, gibt es an dieser Stelle nun einen ausdrücklich noch nicht nostalgischen Rückblick auf die vielen vielen bunten Eissorten in Neukölln.

Eine ganze Menge davon findet man in pastellfarbenem Ambiente mit echten Schlitten vor der Tür bei Fräulein Frost, egal ob mans gerne klassisch haben will (Erdbeer) oder avantgardistischer (Erdbeer-Basilikum). Alle Fruchtsorten sind lactosefrei, alle Milchsorten bio. Die Kugel gibt’s für 90 Cent. Lohnt sich. Leckerster Resident: Sahne-Mohn. Von den ab und an routierenden ausgefallenenen Sorten sollte man unbedingt auch GuZiMi probieren. GurkeZitroneMinze ist vielleicht nicht jedermanns allererste Assoziation, wenns ums Eisessen geht, aber: lecker. Mit Frauenzeitschriftsvokabular gekalauert: erfrischend anders. Wer keine Lust hat, sich um den Schlittenplatz zu klöppen: Selbst bei heißesten Temperaturen schafft mans noch (beinah ungeschmolzen) an den guten Platz unter der Trauerweide am Landwehrkanal. http://www.qype.com/place/849863-Fraeulein-Frost-Berlin

Noch viel viel mehr Kinder als auf Fräulein Frosts Sitzschlitten findet man rund um die Eismarie in der Weichselstraße. Kein Wunder, schließlich gehört die Eismarie zum Café Rudimarie, seines Zeichens Elternaufbewahrungsstätte zu Spielplatzöffnungszeiten. Noch näher am Kanal als Fräulein Frost ist die Eismarie auch.Eismarie unterscheidet zwischen Bio und Nicht-Bio-Eis, was sich vor allem in der Preisdifferenz (normal: 90 Cent, Bio 1,10) widerspiegelt. Leider ist die absolut weltbeste Sorte, das Bio-Ingwereis, das richtig scharf und ein bisschen nach Seife- eben nach richtig echtem Ingwer schmeckte, nach kurzer Zeit vollständig aus dem Sortiment genommen und durch Bio-Sesam-Honig-Eis ersetzt worden. Der Gesundheitsriegel zum Schlecken kann Ingwer nicht annähernd ersetzen, und daher sind hiermit alle potenziellen Besucher der Eismarie aufgerufen, UNBEDINGT nach dem tollen Ingwereis zu fragen. Ansonsten sehr empfehlenswert bei Eismarie sind auch die Sorten Bio-Sanddorn und Mango. http://www.qype.com/place/104962-Rudimarie-Berlin


Weitere Sorten des Sommers 2009/ aus der Umgebung:

Ein sehr gutes Meloneneis. Bei Isabel in Kreuzberg, fast an der Admiralsbrücke. Hier ist allerdings tagsüber bei gutem Wetter häufiger mal Schlangestehen bis draußen angesagt. http://www.qype.com/place/36943-Isabel-Berlin

Fast so gut wie GuZiMi: Zitronen-Minzeis bei Eis 36 am Kotti.

Red Bull und Milchschnitte. Beide in einem abgelegenen Dorf ganz im Westen dieses Landes gesichtet, probiert und für gut befunden. Wahre Eisjäger und -sammler können gerne zwecks genauerer Information zur Reiseplanung Kontakt mit der Autorin aufnehmen.